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Kinderheilkunde: Wenn die Jüngsten Therapie oder Förderung brauchen

Kinderheilkunde: Wenn die Jüngsten Therapie oder Förderung brauchen

Entwickelt sich das Kind gesund, ist alles in Ordnung. Doch im Laufe ihres Heranwachsens machen die Kleinen unvermeidlich leichte oder auch schwerere Erkrankungen durch. Kinderärzte begleiten und prüfen die Entwicklungsfortschritte, sind erste Anlaufstelle bei Krankheiten und für eine Therapie. Was genau macht die Kinderheilkunde aus, wo liegen ihre Wurzeln und was kann die Pädiatrie uns über das reine Behandeln von Krankheiten noch bieten? Und wo finde ich überhaupt einen guten Facharzt für Kinderkrankheiten oder die passende Kinderklinik? Antworten auf die wichtigsten Fragen liefert unser FAQ.

Was ist Kinderheilkunde?

Manchmal hört oder liest man auch das Wort Pädiatrie für Kinderheilkunde. Beides meint dasselbe: die Lehre von der Entwicklung des kindlichen und jugendlichen Organismus und deren Erkrankungen. Der Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin befasst sich mit allen Teilen der klinischen Medizin, jeweils spezialisiert auf die Besonderheiten von Kindern und Jugendlichen. In niedergelassener Praxis arbeitet der klassische Kinderarzt, den wir für die Magen-Darm-Grippe genauso wie für nötige Vorsorgeuntersuchungen aufsuchen. In der Kinderklinik sind Fachärzte für die stationäre Therapie und Versorgung von Verletzungen und Erkrankungen angestellt. Auch chronisch kranke Kinder werden begleitet, etwa durch die Diabetologie. Nicht nur mit der Krankheit befasst sich der Kinderarzt: Auch Fördermassnahmen und vorbeugende Behandlungsschwerpunkte, die dafür sorgen, dass gesunde Kinder auch gesund bleiben, gehören zum Arbeitsgebiet der Kinderheilkunde.

Kleine Geschichte der Kinderheilkunde: Wie hat die Pädiatrie angefangen?

Schon seit der Antike gibt es Heilkundige und Ärzte, die sich um die Gesundheit von Kindern bemühen. In der indischen Heilkunde etwa tauchen schon ein halbes Jahrhundert vor Christus Schriften über Säuglingskunde und -pflege auf. Hippokrates beschrieb im antiken Griechenland Kinderkrankheiten wie Mumps oder Fieberkrämpfe. Im 19. Jahrhundert setzte sich die Erkenntnis durch, dass Kinder nicht einfach Erwachsene im Miniaturformat sind. Seither gab es Kinderhospize, Kinderkliniken und überhaupt eine Vorstellung davon, dass Krankheitsverläufe bei Kindern anders zu behandeln sind als bei Erwachsenen. In Würzburg eröffnete im Jahr 1850 die erste Universitäts-Kinderklinik. In der Schweiz organisieren sich Kinderärzte heute in der Pädiatrie Schweiz, der Fachgesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin.

Welche Ausbildung hat der Arzt für Kinder- und Jugendmedizin?

Nach seiner medizinischen Ausbildung spezialisiert sich der Kinder- und Jugendmediziner. Am Ende einer Weiterbildung bekommt er einen Facharzttitel, etwa für Hämatologie, Diabetologie oder Entwicklungsneurologie. Seit Einführung des neuen Krankenversicherungsgesetzes (KVG) gibt es das Facharztexamen für Kinder- und Jugendmediziner. Fort- und Weiterbildungen halten die Ärzte bezüglich Veränderungen, aktueller Leitlinien und Forschungsergebnissen auf dem Laufenden.

Von Vorbeugung über Therapie bis Intensivmedizin: Was leistet die Kinderheilkunde?

Fachärzte für Kinderheilkunde arbeiten in der Praxis und im Spital. Das Fachgebiet beschäftigt sich mit der Erkennung von Krankheitssymptomen, mit der Erstellung von Diagnosen und der Therapie von Erkrankungen und Entwicklungsverzögerungen. Ausserdem gehören auch die Förderung von körperlicher und geistiger Entwicklung und die Gesundheitsvorsorge zum Wissensgebiet der Mediziner. Der Kinderarzt begleitet das Kind und damit indirekt die ganze Familie von Geburt an bis ins Jugendalter. Gründe, den Kinderarzt aufzusuchen, können Entwicklungsverzögerungen sein, motorische Defizite, schulische oder psychosoziale Probleme. Konkrete Erkrankungen wie die typischen Kinderkrankheiten führen ebenfalls zuerst in die Kinderarztpraxis. In manchen Kantonen können werdende Eltern bereits vor der Geburt den kinderärztlichen Rat einholen. Er ist der Gesundheitsexperte für alle Lebensbereiche des Kindes: Vom Fragen zum Stillen und zur Impfung, zu Ernährung und Stoffwechsel, Erziehung und Betreuung, Unfallverhütung und zu Entwicklungsfragen ist er die erste Anlaufstelle. Bei schwerwiegenden Krankheiten überweist er an den passenden Fachspezialisten oder das Kinderspital für Kinder- und Jugendmedizin.

Welche Erkrankungen behandelt die Kinder- und Jugendmedizin?

Die Kinderheilkunde ist, ähnlich wie die Medizin allgemein, in mehrere Fachgebiete eingeteilt. Sie umfasst sämtliche Bereiche der kindlichen Entwicklungsgebiete, daher wird sie offiziell als Kinder- und Jugendmedizin bezeichnet. Behandlungsschwerpunkte in der Kinderheilkunde können die folgenden Bereiche sein:

  • Hämatologie und Onkologie: Krebs und Bluterkrankungen von Kindern
  • Kinderkardiologie: Diagnostik und nicht-operative Therapien von Herzfehlern und -erkrankungen
  • Neonatologie: Intensivmedizin für Frühgeborene und kranke Neugeborene, auch Perinatologie
  • Kinderorthopädie: Erkrankungen des Bewegungsapparates
  • Endokrinologie und Diabetologie: Diabetes und Hormonerkrankungen
  • Gastroenterologie: Erkrankungen des Verdauungssystems, also Magen-Darm-Erkrankungen und Stoffwechsel
  • Nephrologie: Nierenerkrankungen
  • Pneumologie: Lungenkrankheiten wie chronisches Asthma
  • Rheumatologie: chronische und entzündliche Erkrankungen des Bewegungssystems
  • Sozialpädiatrie, Neuropädiatrie: Entwicklungsstörungen des Kindes, Epileptologie

Heilpflanzen in der Kinderheilkunde: Gibt es alternative Behandlungsmethoden für Kinder?

Viele alternative Therapien setzen auf die Aktivierung von Selbstheilungskräften oder verwenden Heilpflanzen, deren natürliche Wirkstoffe die Heilung vorantreiben sollen. Als begleitende und unterstützende Massnahmen gerade bei leichteren Erkrankungen können Heilpflanzen und alternative Therapien auch durchaus hilfreich sein. Neben dem Heilpraktiker sind die Kinderärzte hier gute Ratgeber: Im Zweifelsfall sollten sie generell um Rat gefragt werden, um zu entscheiden, ob eine Therapie mit naturheilkundlichen Mitteln ausreicht oder doch eine schulmedizinische Behandlung nötig ist.

Wo finde ich einen Facharzt für die verschiedenen Bereiche der Kinderheilkunde?

Die spezialisierten Fachärzte in niedergelassener Praxis oder dem Spital sind zahlreich. Den richtigen Fachspezialisten für das Bedürfnis deines Kindes erfährst du bei deinem Kinderarzt. Der Allgemeinarzt für die Kleinen stellt die nötige Überweisung aus und begleitet auch weiterführende Therapien, sofern sie nach dem Besuch beim Spezialisten nötig sind.

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