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Bei Windpocken handelt es sich um eine extrem ansteckende Krankheit, deren Übertragung durch Husten und Niesen, also die sogenannte Tröpfcheninfektion, erfolgt. Die Inkubationszeit beträgt ein bis drei Wochen. Heute treten Windpocken nicht mehr allzu häufig auf, denn Kinder werden in vielen Ländern bereits im Alter von etwa einem Jahr gegen die Varizellen geimpft. Das Impfen ist sehr gut verträglich. Häufig wird bei der Impfung auch ein Kombinationsimpfstoff gegeben, der gleichzeitig vor Masern, Mumps und Röteln schützt. In der Schweiz ist die Impfung gegen Windpocken kein Bestandteil des Impfplans für Säuglinge. Aus diesem Grund wird sie vielfach auch erst bei Jugendlichen im Alter zwischen elf und 15 Jahren vorgenommen, wenn die Krankheit bis dahin noch nicht aufgetreten ist. Eine Impfung kann aber auch im Erwachsenenalter sinnvoll sein, unter anderem bei:
Bekannte Synonyme der Windpocken sind:
Wundere dich also nicht, wenn du statt dem Namen Windpocken einmal einen dieser Ausdrücke liest.
Frühestens eine Woche nach der Ansteckung kommt es bei den Betroffenen zu dem für die Krankheit typischen Hautausschlag. Meist beginnt er an Gesicht und Körper, ehe er sich auch auf Arme und Beine ausbreitet. Der Ausschlag kann mit einer Blasenbildung verbunden sein. Die Bläschen verursachen zwar einen starken Juckreiz, hinterlassen aber keine Narben. Je nach Ausprägung kann es am Körper zu einer Vielzahl an Bläschen kommen; zwischen 250 und 500 Stück sind keine Seltenheit. Aufgrund dieser Vielzahl an Bläschen spricht man auch von einem Sternenhimmel. Häufig kommen bei den Erkrankten Symptome wie Fieber und eine allgemeine Abgeschlagenheit hinzu.
Bei den Windpocken handelt es sich um eine hochgradig ansteckende Krankheit. Ist ein Kind etwa in der Kindertagesstätte infiziert, liegt die Gefahr bei 80 bis 90 Prozent, dass sich auch die anderen Kinder anstecken. Windpocken zählen zu den sogenannten "fliegenden Infektionen". Die Viren breiten sich problemlos nicht nur von Körper zu Körper, sondern auch in der Luft aus. In trockener Raumluft können die Viren zwar nur etwa zehn Minuten überleben. Dennoch ist das Risiko einer Ansteckung vor allem in Kindergärten und Schulen gross. Neben einer Tröpfcheninfektion kann es auch zu einer Schmierinfektion kommen. Meist erfolgt sie durch Kontakt mit der Flüssigkeit in den Hautbläschen der Erkrankten, etwa beim Händeschütteln.
Windpocken sind so gefährlich, weil sie hochgradig ansteckend sind. Wenn du also den Verdacht hast, dass dein Kind an Windpocken leidet, solltest du es nicht in den Kindergarten schicken. Bereits ein bis zwei Tage, ehe es zum typischen Hautausschlag kommt, besteht eine Ansteckungsgefahr. Sie ist erst dann vorbei, wenn die Bläschen verkrustet sind. Das dauert nach dem ersten Auftreten der Bläschen etwa fünf bis sieben Tage. Die Inkubationszeit der Windpocken liegt im Durchschnitt bei 14 Tagen. Erste Anzeichen nach einer Ansteckung zeigen sich nach acht oder gar erst nach 30 Tagen.
Varizellen werden meist recht eindeutig schon anhand der Symptome diagnostiziert. Medikamente sind bei Windpocken in der Regel nicht nötig. Es genügt, eine Salbe zur Behandlung des Juckreizes zu geben. Lotionen, Gele, Puder, die den Juckreiz lindern, enthalten meist Wirkstoffe wie Gerbstoffen, Zink oder Polidocanol. Sinnvoll kann es bei Kindern zudem sein, die Fingernägel möglichst kurz zu schneiden, damit sie sich die Bläschen nicht aufkratzen. Lediglich wenn das Fieber mehrere Tage lang anhält, kann der Arzt fiebersenkende Arzneimittel verschreiben. Sinnvoll kann das Tragen luftiger Kleidung sein, da Schweiss und Wärme den Juckreiz verstärken.
Grundsätzlich sind Windpocken eine harmlose Erkrankung, die glimpflich verläuft. Bei Erwachsenen ist der Verlauf der Windpocken meist schwerer als bei Kindern. Bei folgenden Personen aber kann es durchaus zu Komplikationen kommen:
Bei diesen Personen ist der Verlauf der Windpocken meist deutlich schwerer und es können Folgeschäden wie eine Lungenentzündung oder sogar eine Hirnhautentzündung auftreten. Schwangere müssen besonders vorsichtig sein, denn schlimmstenfalls kann es zu Fehlbildungen beim Kind kommen. Diese Komplikationen sind aber eher selten und treten nur bei einem Prozent der erkrankten Frauen auf. Etwa 20 Prozent aller schwangeren Frauen, die an Windpocken erkranken, entwickeln zudem eine Lungenentzündung. Hat man einmal die Windpocken gehabt, wird man diese Krankheit in seinem Leben kein zweites Mal bekommen. Wohl aber kann es zu einer Gürtelrose kommen, denn für diese Hautkrankheit sind dieselben Erreger verantwortlich. Die Gürtelrose ist ebenso ansteckend wie die Windpocken.
Wie bereits erwähnt, zählen die Windpocken zu den typischen Kinderkrankheiten. Windpocken können aber in jedem Alter auftreten, wenngleich nur einmal im Leben. Die Zweiterkrankung, die durch denselben Erreger hervorgerufen wird, nennt sich dann Gürtelrose. Windpocken werden meist in einem Atemzug mit zahlreichen weiteren bekannten Kinderkrankheiten wie Mumps, Masern oder Röteln genannt. Allen diesen Krankheiten gemeinsam ist, dass zu ihren Symptomen Hautausschläge zählen. Während der ersten drei Monate nach der Geburt verfügen Säuglinge allerdings über einen sogenannten Nestschutz. Über die Nabelschnur der Mutter bekommen die Kinder Abwehrstoffe und sind so in ihren ersten Lebenswochen vor Infektionskrankheiten geschützt. Etwa ab dem zweiten Lebensjahr treten aber vermehrt Infektionskrankheiten auf, zu denen auch Atemwegsentzündungen und die Mittelohrentzündung zählen.
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