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Die Maul- und Klauenseuche bei Kindern – Was ist zu tun?

Die Maul- und Klauenseuche bei Kindern – Was ist zu tun?

Die Maul- und Klauenseuche bei Kindern nennt sich eigentlich „Hand-Fuss-Mund-Kankheit“. Der Name bezieht sich auf den Ausschlag, der am Mund, den Händen und den Fusssohlen zu sehen ist. Dabei handelt es sich um eine weltweit verbreitete Krankheit, die nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen entstehen kann. In der Regel besteht kein Grund zur Sorge und die Krankheit verläuft harmlos. Trotzdem solltest du rechtzeitig mit dem Kind zum Arzt gehen. Mehr zum Thema gibt es hier.

Was ist die Hand-Fuss-Mund Krankheit?

Der Name erinnert an die Maul- und Klauenseuche. Mit der echten Maul- und Klauenseuche, die in erster Linie Tiere befällt, hat sie aber wenig zu tun. Es sind nämlich ganz andere Viren, die für diese Krankheit verantwortlich sind. Enteroviren verursachen die Hand-Fuss-Mund-Krankheit bei Kindern und erwachsenen Menschen. Die Folge ist ein Ausschlag im Mundraum, an den Handflächen und unter den Füssen. Betroffen können ebenfalls der Genitalbereich sein, die Knie und der Ellenbogen. Gefährlich oder gar tödlich ist die Krankheit nicht.

Wie wird der Erreger übertragen?

Übertragen wird die Infektion häufig über die Hände und über die Körperflüssigkeiten. Besonders die Flüssigkeiten der Bläschen spielen dabei eine wichtige Rolle. Die Viren sind sehr ansteckend. Die Übertragung des Erregers erfolgt in erster Linie von Mensch zu Mensch. Gängige Übertragungswege sind die Tröpfcheninfektion beim Husten, beim Niesen oder beim Sprechen. Eine Übertragung mittels Schmierinfektion ist ebenfalls möglich. Bei der Schmierinfektion ist es der Speichel der Mundschleimhaut, der Stuhl oder die Bläschenflüssigkeit, die sich an den betroffenen Stellen bildet. Es dauert ein bis zehn Tage, bis sich die ersten Symptome zeigen.

Wann tritt die Krankheit besonders oft auf und wie lange ist man ansteckend?

Die Viren können das ganze Jahr über auftreten. Am häufigsten sind jedoch Erkrankungen im Spätsommer oder im Herbst zu beobachten. Ansteckend ist das Kind etwa drei bis zehn Tage ab dem Auftreten der Symptome. Während dieser Zeit sind vor allem die Bläschen extrem ansteckend. Erst wenn diese Bläschen trocken, sinkt das Ansteckungsrisiko. Nachdem die Symptome verschwunden sind, befinden sich die Erreger noch mehrere Wochen im Stuhl.

Was sind die Symptome der Maul- und Klauenseuche bei Kindern?

Die Krankheit beginnt oftmals mit Fieber, Appetitlosigkeit, Übelkeit sowie Schmerzen im Hals. Erst danach entstehen die roten Flecke im Mundraum, an den Handinnenflächen und an den Fusssohlen. Es sind auch rote Flecken im Mund möglich. Diese roten Stellen entwickeln bald darauf mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen. Die Bläschen können schmerzhaft sein und jucken. Es können sich ebenfalls sogenannte „Aphten“ bilden. Das sind Entzündungen und Geschwüre auf der Zunge, dem Gaumen und der Mundschleimhaut. Stellen, an denen sich Symptome zeigen, sind demnach:

  • Am und im Mund
  • Hände, vor allem innen
  • Füsse, vor allem die Sohlen
  • Genitalbereich
  • Knie
  • Ellenbogen

Wann ist das Kind die Viren wieder los?

In vielen Fällen sind die Betroffenen bei bester Gesundheit und zeigen keine Symptome, obwohl sie von dem Erreger infiziert sind. Bei Erwachsenen und älteren Kindern ist der Krankheitsverlauf milder als bei jüngeren Kindern. In der Regel erholen sich die Betroffenen nach drei bis zehn Tagen. Um jedoch einer Verbreitung vorzubeugen, sollte das Kind den Kontakt mit anderen Kindern meiden. Auch bei einem milden Verlauf solltest du einen Kinderarzt für eine Beratung aufsuchen.

Wie lässt sich für die Gesundheit verbeugen?

Eine Impfung für die Maul- und Klauenseuche bei Kindern gibt es nicht. Das beste Mittel zur Vermeidung einer Ansteckung ist gute Hygiene. Das Kind sollte sich regelmässig mit Seife die Hände waschen. Gleichzeitig sollte es jeden Kontakt zu Erkrankten vermeiden. Es ist übrigens möglich, jedoch nicht häufig, dass das Kind mehr als einmal an der Hand-Fuss-Mund Krankheit erkrankt. Da unterschiedliche Virentypen die Symptome auslösen können, führt ein Krankheitsverlauf nicht automatisch zu einer vollständigen Immunität. Eine höhere Gefahr für die Gesundheit des Kindes besteht auch bei einer zweiten Erkrankung nicht. Selbst während einer Schwangerschaft verläuft die Krankheit in der Regel harmlos. Doch Achtung: Tritt sie kurz vor der Geburt auf, dann kann sie sich auf das Neugeborene übertragen. In diesem Fall solltest du unbedingt eine Beratung aufsuchen.

Wie sieht die Behandlung der Hand-Fuss-Mund Krankheit aus?

In der Regel verläuft die Krankheit harmlos und eine Therapie der Krankheit ist nicht notwendig. Die Behandlung ist darauf ausgerichtet, die Symptome zu lindern. Dazu gehört vor allem die Senkung des Fiebers und die Milderung der Schmerzen. Spezielle Mundspülungen können die Schmerzen im Mundraum lindern. Effektiv sind Mundspülungen auf pflanzlicher Basis mit Kamille, Melisse oder Thymian. Medikamente lassen sich zur allgemeinen Senkung der Schmerzen einsetzen. Dazu gehören unter anderem Paracetamol, bestimmte Tinkturen oder Salben mit dem Wirkstoff Lidocain. Gleichzeitig solltest du auf eine gründliche Hygiene achten, um die Viren nicht noch weiter zu verbreiten.

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