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Kopfschmerzen bei Kindern – alles zu Ursachen und Therapie

Kopfschmerzen bei Kindern – alles zu Ursachen und Therapie

Bei Kopfschmerzen handelt es sich leider um eine sehr häufig auftretende Erkrankung bei Kindern – und das in jedem Kindesalter. Dabei können die Beschwerden ein Symptom für zahlreiche Ursachen sein. Wie die Häufigkeit genau verteilt ist, welche Ursachen für die Kopfschmerzen infrage kommen und welche Untersuchungen und Behandlungen ein Arzt in der Regel vornimmt, erfährst du hier.

Welche Ursachen kommen für Kopfschmerzen bei Kindern infrage?

Kopfschmerzen können einerseits genetische Ursachen haben, aber auch ein Warnsignal für zugrunde liegende Erkrankungen sein. Häufig gibt es aber auch einfachere Erklärungen für die Beschwerden bei den Kindern. Eine wichtige Rolle spielen zum Beispiel die folgenden Trigger-Faktoren:

  • wenig Schlaf
  • wenig Essen und Trinken
  • zu wenig Bewegung
  • Verstopfungen
  • hormonelle Schwankungen
  • Eisenmangel
  • Verspannung der Muskeln
  • zu viel körperliche Anstrengungen
  • Koffeinentzug
  • zu viel Zucker
  • zu wenig frische Luft
  • viel Stress (auch etwa durch eine Angst oder Probleme in der Schule)

Weiterhin kann es sich bei Kopfschmerzen auch um ein Erstsymptom für einen sich anbahnenden grippalen Infekt handeln. Eine Gehirnerschütterung kann ebenfalls Ursache für den Kopfschmerz sein. Andere Krankheiten, die Kopfschmerzen verursachen können, sind beispielsweise Augenkrankheiten, Fehlstellungen der Wirbelsäule, Beine oder Zähne sowie verschiedene Gefäss- und Kreislauferkrankungen.

Wie häufig leiden Kinder unter Kopfschmerzen?

Kopfschmerzen zählen zu den häufigsten Beschwerden bei Kindern und Jugendlichen. So wurde festgestellt, dass 20 Prozent alle Kinder mindestens einmal im Monat an Kopfschmerzen leidet. Dabei tritt das Phänomen ungefähr drei Mal so häufig bei Mädchen auf als bei Jungen. Bis zu ihrem zwölften Lebensjahr erfahren ausserdem knapp zwölf Prozent aller Kinder Kopfschmerzen des Typs Migräne. Etwa 50 Prozent der Kinder mit regelmässigen Kopfschmerzen sind auch noch als Erwachsene von der Erkrankung betroffen.

Welche Kopfschmerzarten werden unterschieden und welche Symptome haben diese jeweils?

Insgesamt sind etwa 100 verschiedene Formen von Kopfschmerzen bekannt. Grundlegend findet jedoch eine Unterscheidung zwischen Spannungskopfschmerzen und Migräne statt. Durch diese Eigenschaften und Symptome zeichnen sich diese Unterformen jeweils aus. Bei Spannungskopfschmerzen treten auf:

  • dumpfer, drückender Schmerz auf beiden Kopfseiten
  • keine Verstärkung durch körperliche Aktivität
  • keine Übelkeit
  • kein pulsierender Schmerz

Migräne wiederum zeichnet sich durch die folgenden Symptome aus:

  • pulsierender, pochender Schmerz im vorderen Kopfbereich
  • gesteigerte Empfindlichkeit gegenüber Gerüchen, Geräuschen oder Licht
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Schmerzen steigern sich durch körperliche Aktivität

Wann sollte ich einen Kinderarzt aufsuchen?

Es ist nicht immer unbedingt nötig, einen Kinderarzt aufzusuchen, wenn das Kind an Kopfschmerzen leidet. Du solltest es jedoch in Betracht ziehen, wenn der Kopfschmerz sehr häufig auftritt und stets mehrere Stunden anhält. Ausserdem kann ein Arztbesuch zur genauen Abklärung sinnvoll sein, wenn die Schmerzattacken mit der Zeit stärker werden und vielleicht sogar auch andere Symptome hinzukommen. Sehr dringend wird ein Arztbesuch dann, wenn zusätzlich Fieber, Übelkeit und Erbrechen vorkommen und das Kind auch aus dem Schlaf heraus Schmerzattacken bekommt. Zusätzliche Warnsignale wie Schwindelgefühle, Sehstörungen oder Lähmungen solltest du ebenfalls dringend ernst nehmen.

Welche Untersuchungen nimmt ein Kinderarzt vor?

Um einen Kopfschmerz erfolgreich behandeln zu können, muss ein Kinderarzt zunächst herausfinden, wodurch die Beschwerden verursacht werden. Daher wird er im ersten Schritt ein paar Fragen stellen, die auf die genauen Symptome und auf eventuell bekannte Auslösefaktoren abzielen. Danach kommen vielleicht noch ein paar körperliche Untersuchungen hinzu, wie die Messung des Blutdrucks oder der Körpertemperatur. Bei häufig auftretenden Kopfschmerzen kann es sinnvoll sein, eine Art Tagebuch zuführen, in der du Zeiträume und Details der Beschwerden des Kindes notierst. Auf diese Weise kann der Arzt womöglich schneller erkennen, woran der Kopfschmerz liegt, was ihm die Diagnosestellung womöglich erleichtert. In ernsten Fällen sind auch Gehirnscans oder andere grössere Untersuchungen erforderlich, um der Ursache für die Kopfschmerzen auf den Grund zu gehen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Ob eine ärztliche Behandlung möglich und nötig ist, hängt vom jeweiligen Patienten, seiner Vorgeschichte und den Ursachen seiner Kopfschmerzen ab. In vielen Fällen reichen Entspannung, viel Trinken und reichlich Schlaf schon aus, um die Symptome zu lindern. Im Falle einer Migräne können entsprechende Schmerzmittel Linderung bringen, aber auch alternative Heilmethoden wie beispielsweise Akupunktur. Die Vergabe von Medikamenten bei Spannungskopfschmerzen sollte bei Kindern eher vermeiden werden, da hier auf lange Sicht eine Gewöhnung stattfindet und die Wurzel der Beschwerden durch die Einnahme von Schmerzmitteln nicht beseitigt wird. Rückentraining und Massagen sind ebenfalls wirkungsvolle Behandlungsmöglichkeiten, wenn die Ursachen der Kopfschmerzen in Muskelverspannungen liegen.

Wie kann ich den Kopfschmerzen meines Kindes vorbeugen und sie lindern?

Die meisten Kopfschmerzen lassen sich durch bestimmte Verhaltensweisen und die richtige Ernährung weitestgehend verhindern. Um die Gesundheit und das Wohlbefinden deines Kindes zu erhalten, solltest du als Elternteil vor allem folgende Dinge beachten:

  • Achte auf einen geregelten Tagesablauf und ausreichend Schlaf
  • Ein übermässiger Computerspiel- und Fernsehkonsum können sich negativ auswirken
  • Die Ernährung sollte ausgewogen sein und wenig Zucker enthalten
  • Fördere Bewegung an der frischen Luft
  • Sprich mit deinem Kind über eventuelle Sorgen und Ängste

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