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Gehirnerschütterung bei Kindern: Wichtige Warnsignale erkennen

Stürzt ein Kind vom Wickeltisch oder verletzt es sich bei einem Ausflug, befürchten viele Eltern eine Gehirnerschütterung. Das Problem: Eine Verletzung im Gehirn erkennen wir nicht sofort. Jetzt hilft nur eine Behandlung beim Arzt. Wie du bei einer Kopfverletzung richtig reagierst und welche Symptome du beachten solltest – das erfährst du in unserem Beitrag zum Thema Gehirnerschütterung bei Kindern.

Welche Ursachen gibt es für eine Gehirnerschütterung bei Kindern?

Eine Gehirnerschütterung bei Kindern setzt in der Regel einen harten Schlag, einen Unfall oder einen Sturz voraus. Während Säuglinge beispielsweise von Wickeltischen fallen, stürzen Kinder, die sich schon selbstständig fortbewegen, vielleicht aus einem Baumhaus oder vom Hochbett herunter. Möglicherweise stossen sie sich beim Spielen oder bekommen einen Schlag auf den Kopf ab, was zu den häufigsten Ursachen einer Gehirnerschütterung zählt. Handelt es sich um eine stärkere Einwirkung von aussen auf das Gehirn, kommt es oft zu einer Gehirnerschütterung. Darunter verstehen Mediziner eine leichte Form des Schädel-Hirn-Traumas.

Was passiert bei einer Gehirnerschütterung im Kopf des Kindes?

Kommt es zu einer Gehirnerschütterung, stösst das Hirn von innen gegen unsere Schädelwand. Innere Verletzungen zählen zu den möglichen Folgen. Da kleine Kinder jedoch noch keine vollständig verknöcherten Schädelnähte besitzen, ist es ihnen möglich, Stösse in der Regel gut abzufangen. Die Fähigkeit des Kopfes, sich problemlos während der Geburt zum Passieren des Geburtskanals zu verformen, zeigt die Flexibilität des Gehirns. Trotzdem kommt es in besonders schlimmen Fällen zu inneren Blutungen, wenn Kinder sich am Kopf verletzen. Deshalb ist es häufig unabdingbar, einen Arzt aufzusuchen, auch bei nicht vollständig ausgebildetem Schädelknochen.

Welche Symptome zeigen Kinder bei einer Gehirnerschütterung?

Verletzt dein Kind sich am Kopf, muss es nicht zwangsläufig Symptome zeigen. Deshalb stellt eine Gehirnerschütterung oft eine grosse Herausforderung für die Eltern dar. Ein Beispiel: Das Kind stürzt, weint jedoch nicht und sitzt still da. Dass es nicht weint, deutet nicht unbedingt auf eine Unversehrtheit des Kopfes hin. Bedenke, dass es in einigen Fällen zu zeitlich verzögerten Symptomen kommt. Deshalb behalten viele Ärzte das Kind für einige Tage im Krankenhaus zur Beobachtung. Zeigt dein Kind doch Auffälligkeiten, machst du eine mögliche Gehirnerschütterung an folgenden typischen Merkmalen fest:

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Verwirrtheit, Orientierungslosigkeit
  • Veränderungen im Sprachverhalten
  • Bewusstlosigkeit

Welche Beschwerden und Krankheiten löst eine Gehirnerschütterung bei Kindern aus?

In der Regel heilen leichte Gehirnerschütterungen innerhalb von wenigen Tagen bis Wochen wieder ab, sodass es nicht zu weiteren Krankheiten oder Schäden kommt. Möglicherweise treten jedoch verstärkt Kopfschmerzen als Folge auf. So kann sich beispielsweise das chronisch-posttraumatische Syndrom entwickeln: Die Patienten leiden unter anhaltenden Schmerzen im Kopf, ausgehend von der Halswirbelsäule, auch wenn sie zuvor keine anderen Krankheiten hatten. Mediziner bezeichnen diese Folge auch als Zervikozephales Syndrom. Oft verschwinden die Beschwerden nach etwa einem halben Jahr.

Wie erfolgt die Behandlung einer Gehirnerschütterung beim Kind?

Besteht der Verdacht auf eine Hirnblutung, verordnen Ärzte in aller Regel ein CT oder ein MRT. Während Patienten sich bei einer Computertomografie einer Strahlenbelastung aussetzen, passiert das bei einer Magnetresonanztomografie nicht. Ist die Fontanelle eines Babys noch nicht geschlossen, erfolgt oft eine Sonografie, also eine Ultraschalluntersuchung. Unter Fontanelle verstehen wir den noch nicht verknöcherten oder verknorpelten Teil des Schädels bei Säuglingen. Bleibt das Kind im Krankenhaus, überprüft der Arzt regelmässig die Werte. Er misst den Blutdruck, überwacht die Pupillenreaktion des Kindes und weckt es immer wieder auf, um das Bewusstsein zu prüfen. Übrigens gilt: Wecke auch du dein Kind nach einer Gehirnerschütterung immer wieder nach zwei bis drei Stunden auf, wenn es nicht im Krankenhaus bleibt. Rufe unbedingt einen Notarzt, wenn es keine Reaktion zeigt und sich nicht mehr wecken lässt. Unsere Tipps:

  1. Bettruhe ist wichtig, damit das Gehirn sich erholt.
  2. Vermeide jegliche Art von Stress, damit dein Kind sich regeneriert.
  3. Ein Arzt verschreibt dir gegebenenfalls Tabletten gegen Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Gebe deinem Kind nur Medikamente, die der Arzt verschreibt.

Wann muss ich nach einem Sturz mit meinem Kind zum Arzt?

Bei Säuglingen empfiehlt es sich, schnell einen Arzt aufzusuchen, wenn es einen Sturz erleidet, um eine innere Blutung rechtzeitig zu erkennen. Verletzt dein Kind sich beim Spielen oder stürzt es vom Hochbett, beobachte es für die nächsten Stunden genau. Suche unbedingt einen Arzt auf, wenn es erbricht, starke Kopfschmerzen hat oder wenn es sich auffällig verhält und du die Ursachen nicht kennst. Bleibt das Kind regungslos auf dem Boden liegen, musst du einen Notarzt rufen.

Was passiert bei einer unbehandelten Gehirnerschütterung?

Verletzungen des Gehirns ziehen häufig schwere Folgeschäden und Störungen nach sich. Da es sich bei unserem Hirn um das zentrale Steuerungssystem unseres Körpers handelt, kann dies beispielsweise unser Sprachverhalten betreffen. Auch die Persönlichkeit verändert sich bei Betroffenen häufig, wenn eine schwere Verletzung unentdeckt bleibt. Trifft die Verletzung bestimmte Nerven, kann es zu Lähmungen des Körpers kommen. Zögere deshalb nicht lang, wenn dein Kind eine Hirnverletzung erleidet und suche einen Arzt auf, um die Ursachen für auffällige Symptome abzuklären. Die Heilungschancen erhöhen sich, wenn Ärzte eine Blutung rechtzeitig stoppen und Beschwerden zeitnah medikamentös behandeln.

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