Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Finde die besten Kinderärzte in deiner Nähe
>
Ratgeber-Übersicht
>
Bronchitis beim Kind: Symptome, Ursachen, Therapie, Komplikationen

Bronchitis beim Kind: Symptome, Ursachen, Therapie, Komplikationen

Eine akute Bronchitis bei Kindern wird in der Regel durch Viren, seltener durch Bakterien verursacht. Betroffen sind dabei die grossen Atemschläuche, die Bronchien genannt werden. Genau hier verursachen die Krankheitserreger eine Entzündung, die nicht immer mit Fieber einhergeht. Kennzeichnend für die Bronchitis beim Kind ist das Anschwellen der Schleimhaut in der Lunge, weshalb zumeist Arzneimittel zur Schleimlösung Erleichterung verschaffen. In den meisten Fällen ist die Gabe von Antibiotika unnötig, denn diese Medikamente wirken ausschliesslich gegen Bakterien, nicht aber bei Virusinfektionen. Gelegentlich tritt eine Bronchitis beim Kind zusammen mit anderen Symptomen auf, etwa mit einer Sinusitis oder Schnupfen.

Welche Ursachen lösen eine Bronchitis beim Kind aus?

Eine akute Bronchitis bei Kindern wird meist durch eine Virusinfektion verursacht, aber auch durch Bakterien und andere Faktoren in der Luft wie:

  • Staub
  • Allergene
  • starke Dämpfe
  • Tabakrauch
  • Rauch vom Grill
  • sehr kalte Luft

Die Entzündung der Bronchien breitet sich zumeist nach einer Erkältung oder einer anderen Virusinfektion in Nase, Mund oder Rachen aus, also in den oberen Atemwegen. Beim direkten Kontakt kann die Bronchitis vom Kind auf Dritte übertragen werden.

Welche Kinder tragen ein erhöhtes Risiko für eine akute Bronchitis?

In der Regel sind Kinder dann mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für akute Bronchitis behaftet, wenn gilt:

  • Die Kinder sind bereits an einer chronischen Sinusitis erkrankt.
  • Sie leiden unter Allergien, insbesondere wenn diese Beschwerden in den oberen Atemwegen auslösen.
  • Bei den Kindern wurde Asthma diagnostiziert.
  • Die Kinder leiden unter einem Pseudo-Krupp.
  • Ihre Mandeln und Adenoide sind vergrössert.
  • Es ist ein beständiger Kontakt mit Passivrauch gegeben.
  • Die Luft der Umgebung ist permanent hoch belastet, insbesondere mit Staub, Pollen oder Abgasen.

Was sind die Symptome einer akuten Bronchitis beim Kind?

Wie bei den meisten Erkrankungen, so treten auch bei der Entzündung der Bronchien variable Symptomen auf. Meist sind nur einige Symptome erkennbar, oft in unterschiedlicher Ausprägung:

  • Trockener oder schleimiger Husten
  • Erbrechen oder Würgen
  • Schnupfen (oft vor dem Husten)
  • Überlastung und Druckgefühl in der Brust oder Schmerzen
  • Ganzkörperbeschwerden oder allgemeines Unwohlsein
  • Schüttelfrost
  • meist leichtes Fieber
  • Rücken- und Muskelschmerzen
  • Keuchen oder Schweratmigkeit
  • Halsentzündung

Diese Symptome dauern oft sieben bis 14 Tage. Der Husten kann jedoch drei bis vier Wochen andauern. Dieses Krankheitsbild kann wie eine andere Erkrankung wirken, beispielsweise eine Influenza oder eine schwere Erkältung. Im Zweifelsfall ist es immer angeraten, einen Kinderarzt zu konsultieren.

Wann sollte bei einer Entzündung der Bronchien der Kinderarzt aufgesucht werden?

Ist nicht klar, ob Babys oder Kinder unter einer Bronchitis leiden, ist zur weiteren Behandlung der Besuch beim Kinderarzt unbedingt notwendig, vor allem, wenn die Beschwerden länger als drei Wochen andauern. Nur durch eine Behandlung durch den Kinderarzt kann verhindert werden, dass sich die Krankheit in eine chronische Bronchitis verwandelt. Der Facharzt diagnostiziert nach eingehenden Untersuchungen zweifelsfrei eine Bronchitis beim Kind und verschreibt die entsprechenden Medikamente. Überdies gibt dir der Kinderarzt zumeist gute Tipps, wie du deinem Kind die Phase der Krankheit erleichtern kannst. Überdies kann nur der Facharzt eventuell aufgetretene Komplikationen erkennen oder ausschliessen. Dazu gehört insbesondere eine Lungenentzündung, die lebensbedrohlich sein kann und der mit normalen Hausmitteln kaum beizukommen ist. Eine Entzündung der Lunge ist nicht unbedingt auf Anhieb zu erkennen. Ein nahezu sicheres Zeichen ist aber, wenn die Bauchdecke des Kindes straff gespannt ist und hart wie eine Trommel wirkt. In diesem Fall sollten sofort der kinderärztliche Notdienst oder der allgemeinen Notruf alarmiert werden.

Welche Behandlung und welche Medikamente helfen Kindern bei Bronchitis?

Generell werden Medikamente mit schleimlösender Wirkung vom Kinderarzt verordnet. Hat die Bronchitis beim Kind eine bakterielle Ursache, ist die Verabreichung von Antibiotika ratsam. Darüber hinaus sollten einige effektive, erprobte Hausmittel zur Behandlung gehören. Dazu gehören:

  • Dampfbäder mit Kamille oder Basilikum
  • kalte Wadenwickel bei Fieber
  • Kräuterhustenbonbons
  • heisser Tee, insbesondere sogenannter Bronchialtee

Seit dem Mittelalter als Hausmittel zum Einreiben der Brust bewährt hat sich Olivenöl, gemischt mit Thymian, Basilikum und Eukalyptusöl.

Warum husten Kinder nachts deutlich mehr bei Bronchitis?

Oft geht eine Bronchitis beim Kind mit einem Schnupfen oder einer Sinusitis einher. Liegt das Kind im Bett und versucht zu schlafen, läuft Sekret aus den Nasennebenhöhlen in den Rachen, was das Husten auslöst. Überdies neigen die Lungen insgesamt in der Nacht dazu, sensibler zu reagieren. Obendrein tritt Schleim aus den entzündeten Bronchien aus und verklebt sie. Dadurch können sie Sauerstoff nicht in ausreichender Menge aufnehmen. Die natürliche körperliche Reaktion ist das Abhusten des Schleims. Ein weiterer Grund ist, dass selbst gelöster Schleim in der Nacht nur schwer abgeatmet werden kann. Grund hierfür ist die im Schlaf erheblich flachere Atmung.

Wann muss ein Kind mit Bronchitis das Haus hüten?

Verantwortungsbewusste Eltern lassen ihr Kind mit einer Bronchitis weder in den Kindergarten, noch in die Schule. Beim Nachwuchs ist das Immunsystem noch nicht vollends entwickelt, weshalb es leichter zu Komplikationen wie einer Lungenentzündung kommen kann. Deshalb braucht der Körper des Kindes Ruhe und Pflege. Jede Art von Anstrengung sollte vorübergehend unterbleiben, auch wildes Toben, Laufen, Radfahren oder Fussballspielen. Überdies trägst du eine Mitverantwortung gegenüber den Freunden und Klassenkameraden deines Kindes. Bei direktem Kontakt ist eine akute Bronchitis übertragbar. Im ungünstigsten Fall kann dein Nachwuchs seine gesamte Klasse mit den auslösenden Viren oder Bakterien für eine Bronchitis infizieren.

Der Kinderarztvergleich für die Schweiz. Finde die besten Kinderärzte in deiner Nähe - mit Preisen und Bewertungen!

Das könnte dich auch interessieren

Kopfschmerzen bei Kindern – alles zu Ursachen und Therapie

Bei Kopfschmerzen handelt es sich leider um eine sehr häufig auftretende Erkrankung bei Kindern – und das in jedem Kindesalter. Dabei können die Beschwerden ein Symptom für zahlreiche Ursachen sein. Wie die Häufigkeit genau verteilt ist, welche Ursachen für die Kopfschmerzen infrage kommen und welche Untersuchungen und Behandlungen ein Arzt in der Regel vornimmt, erfährst du hier.

Übergewichtige Kinder und Jugendliche: das gilt es zu wissen!

In den sogenannten Industrienationen gibt es vergleichsweise viele übergewichtige Kinder und Jugendliche. Die Betroffenen leiden unter unterschiedlichen Krankheiten und nehmen die überschüssigen Kilos sehr häufig auch mit ins Erwachsenenalter. Begleitet werden diese von diversen körperlichen Beschwerden und in vielen Fällen auch von Folgeerkrankungen. Etwa zehn Prozent aller Kinder im Alter von fünf bis 17 Jahren weltweit sind übergewichtig. Erfahre in diesem Ratgeber alles Wichtige um das Thema übergewichtige Kinder sowie die Ursachen, Symptome und Therapien und eine mögliche Prävention von Adipositas.

Gehirnerschütterung bei Kindern: Wichtige Warnsignale erkennen

Stürzt ein Kind vom Wickeltisch oder verletzt es sich bei einem Ausflug, befürchten viele Eltern eine Gehirnerschütterung. Das Problem: Eine Verletzung im Gehirn erkennen wir nicht sofort. Jetzt hilft nur eine Behandlung beim Arzt. Wie du bei einer Kopfverletzung richtig reagierst und welche Symptome du beachten solltest – das erfährst du in unserem Beitrag zum Thema Gehirnerschütterung bei Kindern.

Masern trotz Impfung: Symptome der Erkrankung und wie der Infektionsschutz wirkt

Masern gelten als hoch ansteckend. Obwohl es heute einen Impfstoff gegen die Infektion gibt, besteht unter Umständen die Möglichkeit, dass Kinder Masern trotz Impfung bekommen. Dabei gilt die Virusinfektion als besonders heimtückisch, denn sie schwächt unser Immunsystem vorübergehend so weit, dass unsere körpereigene Abwehr empfänglicher für weitere Erreger und gesundheitsgefährdende Keime ist. Wirkt eine Impfung gegen Masern bei deinem Kind nicht, unterteilen Mediziner das Impfversagen in zwei mögliche Kategorien. Welche das sind, was bei einer Masernerkrankung auf das Kind zukommt und wie du die Regeneration deines erkrankten Kindes unterstützt, erfährst du hier.

Nachtschreck Kinder: Alles über die Schlafstörung bei Kindern

Nachtschreck ist eine fast ausschliesslich bei Kindern auftretende Schlafstörung. Sie wird zwar allgemein als harmlos eingestuft, wird von Eltern aber dennoch oft als beunruhigend empfunden. Lies hier nach, woran du den Nachtschreck erkennst, welche Ursachen für die Symptome verantwortlich sind und was Eltern und Ärzte dagegen tun können.

Zeckenimpfung-Nebenwirkungen bei Kindern – welche Beschwerden können auftreten?

Seit dem Jahr 2019 gilt eine generelle Empfehlung für die Zeckenimpfung in der gesamten Schweiz. Vorher hatte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) lediglich das Mittelland und die Nordostschweiz als Zeckenrisikogebiete eingestuft. Erwachsene und Kinder ab sechs Jahren sollen sich demnach gegen die von Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) impfen lassen. Bei dieser Viruserkrankung handelt es sich um eine Hirnhautentzündung, die erhebliche Spätfolgen hervorrufen und schlimmstenfalls tödlich verlaufen kann. Die Tatsache, dass die Zeckenimpfung Nebenwirkungen haben kann, stimmt viele Eltern skeptisch. Wenn du nicht sicher bist, ob deine Kinder den Impfschutz brauchen, lass dich von deinem Kinderarzt beraten.