Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Zurück zur Artikelübersicht

Masern bei Kindern: So werden sie erfolgreich behandelt

Masern sind eine extrem ansteckende Krankheit, die vorwiegend bei Kindern auftritt. Fälschlicherweise gelten die Masern als reine Kinderkrankheit, doch können auch Erwachsene betroffen sein. Wie bei den meisten durch Viren ausgelösten Krankheiten kommt es auch bei den Masern zunächst zu grippeähnlichen Symptomen. Charakteristisch ist der Hautausschlag, der sich optisch allerdings vom Erscheinungsbild der Röteln oder Windpocken unterscheidet. Alles zu Masern bei Kindern erfährst du hier.

Was für eine Krankheit sind die Masern?

Ebenso wie Windpocken sind Masern eine extrem ansteckende Krankheit, die meist im Kindesalter auftritt. Masern gehören zu den Krankheiten, die durch eine Tröpfcheninfektion beim Husten, Niesen oder Sprechen übertragen werden. Haben ungeschützte Personen Kontakt mit einem Erkrankten, führt dies beinahe unweigerlich zu einer Ansteckung. Auch Jugendliche und Erwachsene können von den Masern betroffen sein. Der Erreger, das Masernvirus, gehört zur Familie der Paromyxoviren und ist weltweit verbreitet. Direkt vorbeugen kann man den Masern wie vielen Krankheiten nur durch eine Impfung.

Welche Symptome treten bei Masern auf?

Der Verlauf der Masern ist dem anderer Infektionskrankheiten nicht unähnlich.

  1. Die Erkrankung beginnt mit einem gewöhnlichen Schnupfen, der von einem Husten abgelöst wird.
  2. Im weiteren Verlauf kommt es zu einer Entzündung der Augen, ehe die ersten roten Flecken im Gesicht sichtbar werden. Meist zeigen sie sich zuerst hinter den Ohren.
  3. An den Wangeninnenseiten kommt es auf der Mundschleimhaut zu kleinen weissen Flecken, die als Koplikflecken bezeichnet werden.
  4. Die roten Flecken breiten sich schliesslich über den gesamten Körper aus.
  5. Es kommt zu einem deutlichen Anstieg der Körpertemperatur von teilweise deutlich mehr als 39 Grad Celsius.

Vom Ausschlag bleiben nur die Handinnenflächen und die Fusssohlen verschont. Das betroffene Kind bedarf einer umfassenden Pflege. Kinder fühlen sich meist so schwach, dass sie nicht in der Lage sind, das Bett zu verlassen. Weitere Symptome, die bei Masern beim Kind auftreten können, sind:

  • Abgeschlagenheit
  • Müdigkeit
  • Bauchschmerzen
  • angeschwollene Lymphknoten

Grundsätzlich unterscheidet man bei den Masern also zwei Stadien: das grippeähnliche Vorstadium und das Hauptstadium mit dem charakteristischen Hautausschlag.

Was ist der Unterschied zu Röteln?

Masern und Röteln sind beide ansteckende Infektionskrankheiten. Unterschiedlich hingegen ist das Erscheinungsbild: Bei Masern bekommst du etwa drei bis sechs Millimeter grosse Flecken, die ineinander laufen. Röteln dagegen zeichnen sich durch kleine hellrote und meist erhabene Flecken aus. Beiden Krankheiten gemeinsam ist, dass man eine lebenslange Immunität erhält, wenn man die Krankheit einmal gehabt hat. Röteln sind in den meisten Fällen ungefährlich; lediglich während der Schwangerschaft können Komplikationen auftreten.

Wie kann das Fieber gesenkt werden?

Den bei den Masern auftretenden Hautausschlag kannst du nicht gezielt behandeln. Er verschwindet nach einigen Tagen von selbst wieder. Oberstes Ziel sollte es vielmehr sein, das Fieber zu senken. Zu diesem Zweck kommen sowohl Tabletten als auch Zäpfchen in Frage. Auch Hustenstiller werden bei Masern beim Kind häufig verschrieben, denn der Husten kann sehr schmerzhaft sein. Häufig ruft der Masernvirus zusätzlich eine Bindehautentzündung der Augen hervor. Aus diesem Grund kann es sinnvoll sein, das Zimmer, in dem das Kind schläft, abzudunkeln. Masern können das Immunsystem stark schwächen, sodass Folgeerkrankungen wie Ohr- oder Lungenentzündungen keine Seltenheit sind. Um diesen vorzubeugen, achte auf eine gesunde Ernährung und eine ausreichende Versorgung des Körpers vor allem mit Vitamin A.

Welche Komplikationen können bei den Masern auftreten?

Vergleicht man die Masern mit den Windpocken, treten Komplikationen hier deutlich häufiger auf. In den meisten Fällen heilen die Masern komplikationslos aus. Etwa bei jedem sechsten Patienten aber ist mit Komplikationen zu rechnen. Die Lungen- und die Gehirnentzündung sind die schwerwiegendsten Komplikationen, die auch zu schweren Schädigungen des Nervensystems führen können. Aus diesem Grund sollten Erwachsene ihre Impfung auffrischen lassen. Diese Impfung erfolgt meist als Kombinationsimpfung gemeinsam gegen Masern, Mumps und Röteln. Vor allem Personen, die in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen, Kindergärten oder Krankenhäusern arbeiten, werden Impfungen gegen die Masern zum Infektionsschutz empfohlen. Ebenso wie Impfungen gegen Influenza, sollte auch die Impfung gegen Masern zum Standard gehören. Bei dieser Gelegenheit solltest du gleich überprüfen, ob deine Impfung gegen Keuchhusten noch aktuell ist. Ebenso empfehlenswert ist eine Impfung gegen die Kinderlähmung.

Wie werden die Kinderkrankheiten erfolgreich behandelt?

Wer sich mit dem Masernvirus infiziert hat, sollte sich schonen und Bettruhe halten. Eine gezielte Behandlung gibt es nicht. Vielmehr gilt es, die bestehenden Symptome zu mildern. Vor allem fiebersenkende Medikamente haben sich zur Behandlung bewährt. Sie enthalten meist die Wirkstoffe Metamizol, Ibuprofen oder Paracetamol. Gegen das Fieber helfen ebenso altbekannte Hausmittel wie Wadenwickel oder Essigsocken gut.

Welche weiteren Infektionskrankheiten können bei Kindern auftreten?

Wer einmal an Masern erkrankt ist, ist gegen diese Erkrankung immun. Er erlangt also eine Immunität und kann sich in seinem Leben kein zweites Mal anstecken. Wie aber sieht es mit den anderen Infektionskrankheiten aus? Neben den Masern sind Röteln und Windpocken die Infektionskrankheiten, die am häufigsten auftreten. Alle ähneln sich optisch sehr stark und werden meist durch eine Tröpfcheninfektion übertragen.

Das könnte dich auch interessieren

Rekapillarisationszeit – alles über die Sauerstoffunterversorgung des Körpers durch Schock!

Die Kapillaren, die bereits im Begriff Rekapillarisationszeit enthalten sind, spielen beim Schock, der einfach ein Synonym dafür darstellt, eine übergeordnete Rolle: Diese Blutgefässe, die zu den kleinsten Gefässen in der menschlichen Anatomie gehören, bilden ein weit verzweigtes Netzwerk aus etwa einem halben Millimeter langen und fünf bis zehn Mikrometer dicken Haargefässen. Sie ergeben das Kapillarnetz, das, von den Arteriolen gespeist und von den Venolen drainiert, für die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung von Gewebe und Organen sorgt. Dies wird Mikrozirkulation genannt und erreicht seine volle Effektivität über die resultierende Oberflächenvergrösserung. Wird die Blutzirkulation in den Kapillaren vermindert, ist das Ergebnis der Schock.

Windpocken: Symptome, Krankheitsverlauf und Behandlung

Windpocken, auch als Varizellen bezeichnet, sind eine der am häufigsten auftretenden Krankheiten bei Kindern. Natürlich können auch Erwachsene von der Krankheit betroffen sein. Die mit einem Hautausschlag einhergehende Viruserkrankung ist in der Regel harmlos. Lediglich bei Schwangeren und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem kann es zu Komplikationen kommen. Als Erreger sind die Varizella-Zoster-Viren bekannt, ein Typ der Herpesviren. In den Frühjahrs- und Herbstmonaten ist die Gefahr einer Ansteckung besonders hoch. Allerdings ist die Krankheit für gesunde Menschen nicht gefährlich und heilt mit der richtigen Hautpflege rasch aus.

Bronchitis beim Kind: Symptome, Ursachen, Therapie, Komplikationen

Eine akute Bronchitis bei Kindern wird in der Regel durch Viren, seltener durch Bakterien verursacht. Betroffen sind dabei die grossen Atemschläuche, die Bronchien genannt werden. Genau hier verursachen die Krankheitserreger eine Entzündung, die nicht immer mit Fieber einhergeht. Kennzeichnend für die Bronchitis beim Kind ist das Anschwellen der Schleimhaut in der Lunge, weshalb zumeist Arzneimittel zur Schleimlösung Erleichterung verschaffen. In den meisten Fällen ist die Gabe von Antibiotika unnötig, denn diese Medikamente wirken ausschliesslich gegen Bakterien, nicht aber bei Virusinfektionen. Gelegentlich tritt eine Bronchitis beim Kind zusammen mit anderen Symptomen auf, etwa mit einer Sinusitis oder Schnupfen.

Bindehautentzündung Kinder: Ursachen, Symptome und Therapie

Bindehautentzündungen sind besonders bei Kleinkindern weit verbreitet und bergen teilweise ein hohes Ansteckungsrisiko, daher gelten sie als typische Kinderkrankheiten. Die Ursachen für die so genannte Konjunktivitis können sehr unterschiedlich sein, was eine Diagnose und damit auch das Finden der richtigen Therapie nicht immer einfach macht. Wie du einer Bindehautentzündung bei Kindern umgehst, die klassischen Symptome richtig deutest und Erkrankungen dieser Art möglichst verhindern kannst, erfährst du hier.

Eisenmangel bei Kindern: mögliche Ursachen, Folgeerkrankungen und Therapie

Etwa vier bis acht Prozent der Kinder und Jugendlichen in der Schweiz haben einen deutlichen Eisenmangel. Doch typische Beschwerden wie Müdigkeit und Blässe sind oft zu unspezifisch, sodass der Mangel meist erst spät auffällt. Die häufigsten Ursachen für Eisenmangel bei Kindern, wie du ihn verhindern kannst und wie Eisen Krankheiten und Entwicklungsstörungen verhindert – diese und viele weitere nützliche Informationen zum Thema erhältst du im folgenden Artikel.

Drei Tage Fieber: Ursachen, Symptome und Behandlung bei Kleinkindern

Das Drei Tage Fieber ist eine der am häufigsten auftretenden Kinderkrankheiten, die beinahe alle Babys und Kleinkinder bis zu einem Alter von drei Jahren betrifft. Ausgelöst wird das Drei Tage Fieber durch Tröpfcheninfektion; eine Vorbeugung ist also nicht möglich. Auch einen Impfstoff gegen die Kinderkrankheit gibt es nicht. Für Eltern ist es daher wichtig, dass sie bei den ersten Anzeichen wie Fieber bei Babys einen Kinderarzt aufsuchen. Das Drei Tage Fieber verursacht auch einen Hautausschlag, der aber nicht juckt. Es handelt sich um eine sehr ansteckende Krankheit, die aber meist ohne Komplikationen verläuft.