Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Finde die besten Kinderärzte in deiner Nähe
>
Ratgeber-Übersicht
>
Masern trotz Impfung: Symptome der Erkrankung und wie der Infektionsschutz wirkt

Masern trotz Impfung: Symptome der Erkrankung und wie der Infektionsschutz wirkt

Masern gelten als hoch ansteckend. Obwohl es heute einen Impfstoff gegen die Infektion gibt, besteht unter Umständen die Möglichkeit, dass Kinder Masern trotz Impfung bekommen. Dabei gilt die Virusinfektion als besonders heimtückisch, denn sie schwächt unser Immunsystem vorübergehend so weit, dass unsere körpereigene Abwehr empfänglicher für weitere Erreger und gesundheitsgefährdende Keime ist. Wirkt eine Impfung gegen Masern bei deinem Kind nicht, unterteilen Mediziner das Impfversagen in zwei mögliche Kategorien. Welche das sind, was bei einer Masernerkrankung auf das Kind zukommt und wie du die Regeneration deines erkrankten Kindes unterstützt, erfährst du hier.

Was sind Masern?

Eine Masernerkrankung trifft am häufigsten Kinder, weshalb viele Menschen die Virusinfektion auch als eine Kinderkrankheit kennen, wie etwa Röteln oder Kinderlähmung. Aus medizinischer Sicht steht jedoch fest: Auch viele Jugendliche und Erwachsene, die keine Impfung erhalten haben, stecken sich weltweit an. Die Viren übertragen sich von Mensch zu Mensch über eine Tröpfcheninfektion. Das bedeutet zum Beispiel, dass Kinder sich über Speichel anstecken, wenn eine erkrankte Person in ihrer Nähe hustet, redet oder niest. Dabei gilt: Ärzte ordnen Masern den hoch ansteckenden Infektionskrankheiten zu, denn es genügt, wenn wir uns mit einer erkrankten Person unterhalten oder uns – einige Meter entfernt – in der Nähe aufhalten.

Wie wirksam sind die Masern-Impfstoffe als Infektionsschutz bei Kindern?

Mediziner empfehlen heute eine zweifache Masernimpfung, um die Chance auf eine Immunität bei Kindern zu erhöhen und eine Ansteckung zu verhindern. Wie bei anderen Infektionskrankheiten und Impfstoffen gilt jedoch: Es gibt keine 100-prozentige Sicherheit, dass es nicht zu Infektionskrankheiten kommt, wenn Kinder eine Impfung erhalten. Der Grossteil entwickelt dennoch eine Immunität nach einer zweifachen Impfung.

Warum bekommen einige Kinder Infektionskrankheiten wie Masern trotz Impfung?

Masern trotz Impfung bekommen – das ist durchaus möglich. Etwa ein bis zwei Prozent der Masernimpfungen bei Kindern wirken nicht (Stand Februar 2020). Ein Impfversagen kommt aus unterschiedlichen Gründen infrage. Mediziner unterscheiden dabei zwischen zwei Arten von Impfversagen, wenn Kinder Masern trotz Impfung bekommen: dem primären und dem sekundären Impfversagen.

  1. Primäres Impfversagen: Entwickelt der Körper des Kindes keine Immunität, kommt es zu einem primären Impfversagen. Dieser Fall tritt zum Beispiel bei einer Immundefizienz auf. Führen Fachkräfte die Impfung nicht korrekt durch oder lagern sie den Impfstoff falsch, erhöht das ebenfalls das Risiko, dass der Impfstoff seine Wirkung nicht entfaltet.
  2. Sekundäres Impfversagen: Lässt die Immunität des Kindes nach einer Impfung langsam nach, ist die Rede von einem sekundären Impfversagen. Dieser Fall tritt allerdings selten auf.

Was mache ich, wenn der Körper trotz Masernimpfung keine Immunität bildet?

Nach heutigem Forschungsstand wissen wir, dass Kinder, die Masern trotz Impfung bekommen, einen eher untypischen und leichten Krankheitsverlauf zeigen. Menschen, die keine Impfung bekommen und an der Virusinfektion erkranken, übertragen die Masern ausserdem schneller an gesunde Kontaktpersonen. Trotzdem gilt: Erkrankt dein Kind an Masern, obwohl es eine Impfung bekommen hat, dann achte am besten darauf, dass es nicht in die Nähe anderer Kinder kommt und sich auskuriert. Wir empfehlen für solche Fälle unbedingt die Konsultation eines Arztes.

Welche Symptome zeigen sich bei Masern?

Zu Beginn fühlen sich mit Masern infizierte Menschen häufig geschwächt und zeigen Symptome, wie sie auch bei einer Influenza auftreten. Die Körpertemperatur steigt stark an, Keuchhusten und Schnupfen kommen dazu. Auch eine Bindehautentzündung und Probleme im Nasen-Rachen-Raum treten oft auf. Der typische Hautausschlag, der üblicherweise zu den Symptomen für Masern gehört, kommt einige Tage später hinzu. Häufig tritt der Ausschlag zusammen mit hohem Fieber auf und bildet sich nach einigen Tagen zurück. Eine Therapie mit Medikamenten verschreibt dir der Kinderarzt. Liegt ein besonders schwerer Fall vor, findet eine Behandlung im Krankenhaus – mit Massnahmen zum Infektionsschutz – statt. Bisher gibt es jedoch keine direkte Behandlung gegen Masern, weshalb eine medikamentöse Therapie lediglich die Symptome bekämpft, um körperliche Beschwerden zu lindern und das Fieber zu senken. Mögliche Folgen und Komplikationen eines schweren Verlaufs der Masernerkrankung sind:

  • Gehirnentzündung
  • Bewusstseinsstörungen
  • Lungenentzündung
  • Krampfanfälle
  • Bewusstlosigkeit und Koma

Was sind Impfmasern?

Bei einigen Kindern treten nach einer Masernimpfung sogenannte Impfmasern auf. Die Impfmasern erscheinen typischerweise nach etwa einer Woche nach der eigentlichen Impfung. Sie gelten als nicht ansteckend und deshalb auch als ungefährlich für immunsupprimierte Personen. Impfmasern klingen nach wenigen Tagen wieder ab. Um diese von einer sogenannten Wildvirusinfektion zu unterscheiden, erfolgt eine Laboruntersuchung mit einem Abstrich aus dem Rachen oder mit einer Urinprobe.

Muss ich mein Kind impfen lassen, wenn es bereits Masern hatte?

Eine Impfung benötigen bereits an Masern erkrankte Kinder nicht, denn nach heutigem Wissensstand entwickeln sie eine Immunität gegen das Virus. Schaue im Impfpass deines Kindes nach, wenn du über eine Impfung für dein noch nicht erkranktes Kind nachdenkst. Bekommt dein Kind Masern, dann achte darauf, dass es sich in Ruhe regeneriert und die Erkrankung gut übersteht. Mediziner empfehlen dafür Bettruhe: Kindergarten und Schule fallen erstmal aus. Ausserdem gilt: Verabreiche deinem Kind lediglich die Medikamente, die der Arzt verschreibt, um unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden.

Der Kinderarztvergleich für die Schweiz. Finde die besten Kinderärzte in deiner Nähe - mit Preisen und Bewertungen!

Das könnte dich auch interessieren

Ergotherapie für Kinder: Welche Behandlung hilft bei Entwicklungsstörungen?

Eltern kennen diese Situationen aus dem Alltag: Das Kind ist unruhig. Immer muss eine neue Aufgabe oder ein neues Spielzeug her. Für nichts reicht die Konzentration lange. Sind diese Unruhe und Rastlosigkeit normal? Oder: Das Kind kann seinen Stift immer noch nicht richtig halten. Warum nicht? Andere Kinder können das doch auch schon. Die Sorge wächst: Werden solche Störungen in der Schule Probleme machen? Was sollen ich tun, um sicherzugehen, dass derartige Konzentrationsschwierigkeiten und Unregelmässigkeiten bei der Entwicklung motorischer Fertigkeiten keine Symptome für viel gefährlichere Störungen sind? In unserem FAQ erfährst du, wie Ergotherapie Kindern in solchen Situationen helfen kann.

Scharlach: Ansteckungswege, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Scharlach gehört zu den häufigsten und gefürchtetsten Infektionskrankheiten bei Kindern. Das liegt nicht zuletzt an der hohen Ansteckungsgefahr, den Symptomen und den möglichen Komplikationen, die damit einhergehen können. Welche Erreger dafür verantwortlich sind, wie du dich und dein Kinder vor möglichen Infektionen schützen kannst, welche körperlichen Anzeichen die Krankheit verraten und welche Behandlungen hilfreich sind – das und viele weitere Informationen zum Thema Scharlach erfährst du hier.

Arzneimittelkompendium Schweiz – die Wissensdatenbank für Mitarbeiter im Gesundheitswesen und interessierte Patienten

Tausende verschiedene Medikamente stehen in der Schweiz zur Behandlung von Krankheiten zur Verfügung. Ständig kommen neue hinzu. Welches Medikament ist zur Linderung der Beschwerden am besten geeignet? Welche Nebenwirkungen können auftreten? Welche Kombinationen versprechen Erfolg? Gibt es Hinweise zur Verschreibung? Wo sind die Arzneimittel verfügbar und was kosten sie? Diese und weitere Fragen müssen Mitarbeiter im Gesundheitswesen für alle Arzneimittel beantworten können. Die Voraussetzung dafür wurde mit dem Arzneimittelkompendium der Schweiz geschaffen. Wir stellen die umfassende Wissensdatenbank vor.

Eisenmangel bei Kindern: mögliche Ursachen, Folgeerkrankungen und Therapie

Etwa vier bis acht Prozent der Kinder und Jugendlichen in der Schweiz haben einen deutlichen Eisenmangel. Doch typische Beschwerden wie Müdigkeit und Blässe sind oft zu unspezifisch, sodass der Mangel meist erst spät auffällt. Die häufigsten Ursachen für Eisenmangel bei Kindern, wie du ihn verhindern kannst und wie Eisen Krankheiten und Entwicklungsstörungen verhindert – diese und viele weitere nützliche Informationen zum Thema erhältst du im folgenden Artikel.

Pädiater: Mediziner für Kinder und Jugendliche im Einsatz

Vom ersten Tag ihres Lebens an wollen wir das Beste für unsere Kinder. Deshalb haben junge Eltern schon vor der Geburt zahlreiche Fragen, die im Krankheitsfall noch dringender werden. Erste Anlaufstelle für Familien zum Thema Kindergesundheit ist der Pädiater. Was dieser Mediziner für Jugendliche und Kinder leistet, welche Fachgebiete es gibt und warum die Pädiatrie als Berufswunsch sinnvoll ist: Diese und andere häufige Fragen haben wir uns einmal näher angesehen.

Kryptorchismus: was Eltern dazu wissen sollten

Beim Wickeln kommt es dir so vor, als ob der Hodensack deines kleinen Jungen seltsam aussehen würde? Vielleicht ist das ein Zeichen für Kryptorchismus – umgangssprachlich „Hodenhochstand“. Mach dir aber keine Sorgen: Das kommt bei neugeborenen Jungen häufig vor. Der Hodenabstieg von Frühchen unter 900 Gramm ist in den ersten Lebensmonaten sogar fast niemals abgeschlossen. Du kannst ruhig warten, bis dein Baby sechs Monate alt ist, bevor du deswegen zum Kinderarzt gehst.