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Obstruktive Bronchitis Kind – Symptome, Ursachen und Behandlung

Obstruktive Bronchitis Kind – Symptome, Ursachen und Behandlung

Lungen- und Atemwegserkrankungen sind eine der häufigsten Beschwerden und betreffen Kinder und Erwachsene gleichermassen. Nach Schätzung der WHO sind weltweit rund 600 Millionen Menschen von chronischen Verengungen der Atemwege betroffen, zu denen auch die obstruktive Bronchitis zählt. Diese tritt häufig bei Säuglingen und Kleinkindern auf und sollte zügig durch den Kinderarzt behandelt werden. Eltern können die Symptome der obstruktiven Bronchitis beim Kind leicht erkennen. Wie das geht, erklären wir hier.

Was ist eine obstruktive Bronchitis bei Kindern?

Die obstruktive Bronchitis ist eine spastische Erkrankung, bei der wie bei der akuten Bronchitis die Schleimhäute entzündet sind und dann vermehrt Schleim produzieren. Hierdurch verengen sich die Atemwege. Das bedeutet auch das Wort „obstruktiv“. Diese Verengung entsteht durch das Anschwellen der Schleimhaut und eine Verkrampfung der Atemwegsmuskulatur. Bei Kindern und besonders Säuglingen ist die Schleimhaut noch sehr zart und wenig ausgereift. Daher sind sie für einen Infekt weitaus anfälliger als Erwachsene.

Bei welchen Symptomen sollte ich einen Kinderarzt aufsuchen?

  • Die obstruktive Bronchitis äussert sich beim Kleinkind oder Säugling meistens durch ein Pfeifen oder Rasseln beim Ausatmen.
  • Dazu fällt es deinem Kind schwerer, durchzuatmen und es kämpft mit Atemnot.
  • Die Bronchitis führt zu Husten und Auswurf und kann sich auch zu einer chronischen Erkrankung entwickeln.
  • Meistens ist der Husten dann sehr intensiv oder sogar krampfartig.
  • Er tritt morgens verstärkt auf, da sich bei deinem Kind während der Nacht der charakteristische Schleim in den Bronchien gebildet hat. Das löst den Hustenreiz aus.
  • Begleiterscheinungen sind auch erkältungsähnliche Symptome wie Fieber, Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen.

Was sind die Ursachen für eine obstruktive Bronchitis?

Eine obstruktive Bronchitis kann mehrere Ursachen haben. Oftmals ist das eine individuelle Belastung der Atemwege, bei Erwachsenen später beispielsweise durch Rauchen, wozu auch das Passivrauchen zählt. Bei Kindern fördert eine Bronchitis den chronischen Verlauf oder sogar Asthma. Typische Risikofaktoren für Kinder sind:

  • geringes Geburtsgewicht (beispielsweise durch Frühgeburt)
  • frühkindliche Infektionsanfälligkeit
  • Neigung zu Allergien
  • Neurodermitis
  • Heuschnupfen
  • Asthma
  • Überempfindlichkeit des Atemwegssystems

Wie erfolgen die Untersuchungen beim Arzt?

Sobald dein Kind keine Luft mehr bekommt oder stark hustet und würgt, solltest du einen Arzt aufsuchen oder den Notarzt rufen. Das kann auch mit blau verfärbten Lippen oder Nägeln einhergehen. Bei Verdacht auf eine obstruktive Bronchitis, die bei kleinen Kindern relativ häufig ist, untersucht der Arzt, wie schwerwiegend die Infektion ist und prüft auch die individuelle Krankheitsgeschichte. Viele Symptome haben dabei Ähnlichkeit mit anderen Krankheiten, so Asthma, Lungenentzündung, Ekzemen, Sinusitis oder Lungenemphysemen. Daher fallen auch die Untersuchungen unterschiedlich aus. Zunächst muss die Lungenfunktion überprüft werden, wodurch der Grad der Verengung festgestellt wird. Der Kinderarzt entscheidet dann über geeignete Behandlungsmassnahmen und Therapien. Bei Kindern stellt der Arzt bestimmte Fragen, so ob es häufiger Infekte der Atemwege gibt, ob Vorerkrankungen bekannt sind, wie sich die Symptome geäussert haben oder ob du bei deinem Kind Husten und Schleimauswurf oder Atemnot festgestellt hast. Das ermöglicht eine bessere Einschätzung des Schweregrads. Dazu wird der Kinderarzt auch die Lunge abklopfen und anhand des Schalls den Zustand der Lunge prüfen. Bei längeren Krankheitsverläufen wird ein Röntgenbild des Brustkorbs gemacht. Darauf lassen sich Entzündungen erkennen, aber auch Verengungen und Verletzungen der Atemwege.

Welche Behandlung ist bei Erkrankungen der Atemwege möglich?

Bei einer leichteren obstruktiven Bronchitis als Infekt genügt oftmals eine Senkung des Fiebers, der schnelle Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes, die Beruhigung des Kindes und die Befeuchtung der Atemluft. Das ist durch Inhalation oder durch Medikamente möglich, die die Atemwege wieder erweitern oder entzündungshemmend wirken. Atemwegserweiternde Medikamente sind

  • Theophyllin
  • Sympathomimetika
  • Anticholinergika

die auch eine Verkrampfung lösen. Antibiotika werden nur bei einer Superinfektion eingesetzt, wenn der Hustenauswurf länger als zehn Tage dauert. Behandelt werden kann die Bronchitis auch mit Hausmitteln, mit Homöopathie und natürlichen Medikamenten. Dazu gehört der pflanzliche Schleimlöser Gelomyrtol. Solche Massnahmen sind jedoch nur begleitend oder bei ersten Anzeichen sinnvoll. Das Aufsuchen eines Kinderarztes ist bei einer Bronchitis immer angezeigt.

Warum sind die Bronchien bei Kindern anfälliger?

Besonderheiten bei Kindern gibt es in Bezug auf Atemwegserkrankungen in den ersten drei Lebensjahren. Da kann es passieren, dass eine obstruktive Bronchitis auch ohne einen chronischen Verlauf auftreten kann. Meistens sind die Ursachen dafür Infektionen durch Viren, die immer eine Untersuchungen und Therapie erfordern. Sie führen zu einer Entzündung der Schleimhäute, die dadurch bei deinem Kind anschwellen. Eine Verengung der Atemwege ist bei Kindern noch bedenklicher als bei Erwachsenen.

Was geschieht in den Bronchien bei einer Entzündung?

Wenn sich die obstruktive Bronchitis zu einer chronischen Erkrankung entwickelt hat, ist die Schleimhaut häufig gereizt und vermehrt Infekten ausgesetzt. Bei Kindern ist der Verlauf ähnlich, da die Atemwege noch nicht richtig ausgebildet sind. Die Selbstreinigungsfunktion funktioniert nicht korrekt, die Drüsen bilden mehr Schleim. Dieser transportiert zwar Reizstoffe ab, die vermehrte Produktion bewirkt jedoch auch Schädigungen an den Bronchien. Da eine Folge das Husten ist, werden die Atemwege zugleich gereinigt und stärker belastet. Die Schleimhäute schwellen an und der Luftweg verengt sich. Die Muskeln, die die Bronchien ringförmig umgeben, ziehen sich stärker zusammen und verkrampfen. Die Belastung macht sich sowohl bei Bewegung als auch bei Ruhe bemerkbar.

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